Outdoors at the recycle center in Almere
Runder Tisch Zirkuläre Wertschöpfung NRW

Das Netzwerk

Im Sommer 2018 haben die Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen den Runden Tisch Zirkuläre Wertschöpfung NRW ins Leben gerufen, um die Aktivitäten im Themenfeld zirkuläre Wertschöpfung im Land zu bündeln.

Die am Runden Tisch Zirkuläre Wertschöpfung NRW vereinten Akteure repräsentieren unterschiedliche Positionen der Wertschöpfungskette. Ziel ist es, einen Austausch und eine Abstimmung von Aktivitäten herzustellen und damit eine Basis für gemeinsame Projekte und Strategien zu entwickeln.

Struktur

Das Netzwerk Runder Tisch Zirkuläre Wertschöpfung NRW steht unter der Leitung der Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Projekt :metabolon. Ihnen steht ein Beirat aus Kernpartnern des Netzwerks zur Seite, die inhaltliche Schwerpunkte innerhalb der Gesamtthematik besetzen und den Austausch an entsprechenden Thementischen befördern. Übergeordnetes Ziel ist es, eine gemeinsame, landesweite Strategie in den Schlüsselbereichen der zirkulären Wertschöpfung in NRW zu entwickeln und zu implementieren.

Grafik Netzwerk ZW NRW
Die Struktur des Netzwerks Runder Tisch Zirkuläre Wertschöpfung NRW

Die Teilnahme an den Thementischen steht allen Mitgliedern des Netzwerks offen.

Der Runde Tisch Zirkuläre Wertschöpfung NRW wird sinngemäß als Mitgliederversammlung des gesamten Netzwerks fungieren und übergeordnete Themen wie politische und administrative Rahmenbedingungen sowie Berichterstattung der Ergebnisse aus den Thementischen bieten. Die transparente und detaillierte Dokumentation wird im Redaktionsteam abgestimmt und stetig auf der Website veröffentlicht.

„Das Konzept der Zirkulären Wertschöpfung ist für unsere Wirtschaft sowohl ein Innovations- als auch ein Ermöglichungsprogramm. Es bietet die große Chance, Klimaschutz mit Rohstoffunabhängigkeit, gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit, der Schaffung von Arbeitsplätzen und lokaler Wertschöpfung zu verbinden.“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

„Es geht darum, unsere Konsum- und Produktionsmuster schnell neu auszurichten. Der Runde Tisch – Zirkuläre Wertschöpfung unterstützt die Transformation zu einer Circular Economy, mit der wir die globalen Ressourcen schonen und zugleich die Umwelt, die Natur und das Klima schützen. So sorgen wir dafür, dass auch nachfolgende Generationen noch eine Rohstoffgrundlage haben, auf der sie erfolgreich wirtschaften können.“

Dr. Heinrich Bottermann
Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Charta des "Runden Tisches" Zirkuläre Wertschöpfung NRW

Wir schließen uns als Netzwerk des Runden Tisches Zirkuläre Wertschöpfung NRW zusammen, um mit unseren unterschiedlichen Zugängen und Problemlösungen an der Durchsetzung einer zirkulären Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen zu arbeiten.
Wir versammeln im Netzwerk Akteure aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Unternehmen, Verbänden, Kammern, Kommunen, Institutionen des Landes Nordrhein-Westfalen, regionalen Zusammenschlüssen, lokalen Initiativen und Ministerien der Landesregierung Nordrhein-Westfalen...
Dabei eint uns die Vision: nur durch eine Veränderung der linearen Wirtschaftsweise hin zu einer zirkulären Wertschöpfung, in der Roh- und Werkstoffe möglichst effektiv und effizient im Kreislauf genutzt und nicht verbraucht werden, können Arbeit und Wohlstand im Einklang mit den Pariser Klimazielen und einer intakten Umwelt gesichert werden.
Eine zirkuläre Wirtschaft schließt Kreisläufe, indem sie vom Produkt ausgehend von Beginn an die Wiederverwendung der Materialien in einen neuen Produktzyklus berücksichtigt. Damit verändern sich die Anforderungen an Design, Materialauswahl, Produktionsverfahren, Nutzungsphase und Wiederaufbereitung am Ende des Lebenszyklus. Neben den klassischen Prinzipien der Kreislaufwirtschaft – reduce, reuse, refurbish, recycle – tritt die Herausforderung „rethink“ – es geht um neue zirkuläre Produkte, Verfahren, Konsumverhalten und Geschäftsmodelle.
Eine zirkuläre Wirtschaft leistet daher wichtige Impulse für eine klimagerechte Industrie, Ressourcenschonung, Klimaneutralität, geringere Abhängigkeit von Rohstoffimporten, zukunftssichere Qualifikationen und Arbeitsplätze und insgesamt eine hohe Lebensqualität in NRW.

Als Aufgabe des Runden Tisches sehen wir vor diesem Hintergrund

    • den gleichberechtigten Austausch der Mitglieder über Ziele, Probleme und Lösungen zirkulärer Herausforderungen
    • den Anstoß von gemeinsamen Projekten und Kooperationen
    • die synergetische Bündelung und Abstimmung von Forschungs- und Netzwerkinitiativen
    • die Unterstützung bei der Erarbeitung und Umsetzung zirkulärer Wertschöpfungskonzepte
    • die Schaffung und Unterstützung von Leuchtturm- und Transferprojekten, mit denen zirkuläre Wertschöpfungskonzepte erfahrbar werden
    • abgestimmte Positionierungen zum Thema zirkuläre Wertschöpfung im Land NRW sowie der Rolle NRWs als Vorreiter innerhalb der EU

Als Mitglieder des Runden Tisches verpflichten wir uns, uns aktiv in dessen Arbeitsstruktur im Sinne einer gemeinschaftlichen Vorgehensweise einzubringen.

Düsseldorf, im Herbst 2021